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Tierschutzverein Friedland und Umgebung e.V.

Tierschutz geht uns alle an!

Hier finden Sie Reaktionen auf eine Äußerung eines CDU-Politikers (Stefan Klute) aus der Gemeinde Friedland:

"Niemand ist für freilaufende in der Natur geborene und nicht vom Menschen großgezogene Katzen verantwortlich...und schon gar nicht Gemeinden mit tiefroten, nur durch massive Gebühren- und Steuerhöhungen sowie Streichung freiwilliger Leistungen (Zuschüsse für Vereine, Kinderbezreuung etc.), Personalkosteneinsparungen usw. auszugleichende Haushalte! Und wenn man überhaupt das Problem lösen will, sollte man die Tiere fangen und direkt einschläfern...dafür braucht man aber kein teures Tierheim finanziert durch Steuergelder!"




Ratssitzung vom 11.12.2014

In der Ratssitzung der Gemeinde Friedland wurde der Haushaltsplan für 2015 verabschiedet. Der Tierschutzverein Friedland u.U.e.V. hatte wieder einen Zuschuss beantragt, um seine immensen Ausgaben für die Versorgung von Fundtieren finanzieren zu können. Hierzu wurde in der ersten Bürgerfragestunde ausführlich von Mitgliedern erklärt, was der Verein leistet und dass er ohne die Zuwendung praktisch handlungsunfähig wird. Die Gruppe CDU/Bündnis 90 Die Grünen lehnte einen Zuschuss ab. Frau Wollenweber verwies darauf, dass der Tierschutzverein eine „ideelle Unterstützung“ durch die Gemeinde erfahre. Als Beispiel hierfür führte sie die Durchführung einer Tombola im Rahmen der FRIEDA durch den Verein und die kostenlose Veröffentlichung von Vereinsinformationen in „Bürger und Gemeinde“ auf. Erst auf Nachfrage eines Vereinsmitgliedes wurde deutlich, dass grundsätzlich alle Vereine sowohl bei der FRIEDA als auch im Mitteilungsblatt kostenlos agieren können, dass der Tierschutzverein also nicht eine Sonderstellung hat. Außerdem riet sie dem Verein, andere Einnahmequellen zu suchen. Dazu führten die anwesenden Mitglieder auf, dass sie ständig durch Flohmarktstände, Tombolas, Tiergottesdienste, Infostände u.Ä. Gelder sammeln.
Die SPD Fraktion forderte einen Zuschuss von 2000.- € und betonte, wie wichtig die Arbeit des Vereins sei.
Nach einer Beratung wurde ein Zuschuss in Höhe von 500.-€ bewilligt. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass der Verein um mehr Geld bitten könne, wenn dieser Betrag ausgeschöpft sei.
Abschließend meldeten sich in der letzten Bürgerfragestunde noch mehrere Mitglieder zu Wort. Sie erklärten, dass sie künftig Bürger mit Fundtieren an das Ordnungsamt verweisen müssen, da ja letztlich die Gemeinde für diese zuständig ist. Außerdem wurden alle Anwesenden gebeten, über eine Mitgliedschaft im Verein nachzudenken, was die Finanzmisere mindern würde. Dies wurde von Frau Hildmann (CDU) mit den Worten quittiert, sie fände den ironischen Ton der Vereinsvertreter nicht gut. Auch, dass jemand, der Zuwendungen bekomme, als Dank versuche, Ratsmitglieder zu einer Vereinsmitgliedschaft zu zwingen, sei nicht in Ordnung.

Zu einem Artikel vom 12.12.14 zu dem Thema mit eienm sehr merkwürdigen Titel " Friedland: Tierschutz erhöht Minus auf 647 500 Euro" im "Göttiner Tageblatt" gelangen Sie hier.


Und da unsere Zuwendungen massiv gekürzt wurden suchen wir nun massiv neue Mitglieder und Spenden, um unsere Arbeit weiter so gut zu machen wie bisher.

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, dann gelangen Sie hier zu unserer Spendenseite und hier zu unserer Mitgliedschaftsseite.

Nur ein Beispiel - Anfang November 2014 haben wir einen sehr jungen Kater bekommen. Er hatte vorher bereits durch eine Infektion ein Auge verloren und auf dem anderen Auge einen Grauschleier. Bisher waren wir bereits 5x mit ihm beim Arzt, um das Auge zu retten. Und das ist nur ein Kater bei uns, neben den anderen 11 Katzen, die wir momentan in Pflege haben (sie suchen alle eine neue Heimat mit Auslauf und einen freundlichen Dosenöffner). Wie weit kommen wir da für ein ganzes Jahr mit 500.-€ Zuwendungen, neben der ganzen ehrenamtlichen Arbeit, die wir sonst schon machen?




Zuwendungen an Tierschutzvereine

Ronald Schminke (SPD und Mitglied des Landtages Niedersachsen) äußert sich in einer Mail an den Bundesverband Tierschutz e.V. bzgl. Zuschüsse an Tierschutzvereine:

"Das Geld fehlt überall und bei vielen Tierschutzvereinen nehmen die Mitglieder bereits eigenes Geld in die Hand, um nötige Kastrationen oder Operationen möglich zu machen. Die Vereine sind chronisch unterfinanziert, das ist jedenfalls mein Eindruck. Da fehlt Geld, das muss deutlich gesagt werden. Wer wegen einer schlechten Haushaltslage ausgerechnet beim Tierschutz kürzt, der versündigt sich an den Tieren, die sich nicht wehren können."

Sehen das die SPD-Genossen in der Gemeinde Friedland auch so? Auf der heutigen Ratssitzung der Gemeinde Friedland wird über die Zuwendungen an den ortsansässigen Tierschutzverein entschieden. Bisher hat sich keine der dortigen Parteien offiziell für die Fortsetzung der Zuwendungen an den Tierschutzverein ausgesprochen. Folgen die Parteien nun Herrn Klutes Vorschlag, der für die Streichung der Zuwendungen und das Fangen und Töten freilebener Katzen ist?

Quelle: "facebook-Seite vom Bundesverband Tierschutz e.V."




Weitere Presseberichte zur Äußerung von Herrn Stefan Klute:
"...Und wenn man überhaupt das Problem lösen will, sollte man die Tiere fangen und direkt einschläfern...dafür braucht man aber kein teures Tierheim finanziert durch Steuergelder!"


"Mietzen sorgen für Wirbel" - leider nicht mehr online
vom 14.12.14 Extra Tip Seite 8

"Umstrittener Finanzbeamter aus Friedländer CDU ausgetreten"
vom 11.12.14 Homepage StadtRadio Göttingen

"Friedland: Ronald Schminke ärgert sich über vorgeschlagene Einschläferung von Katzen"
vom 10.12.14 Homepage StadtRadio Göttingen

"Einfangen und einschläfern": Wirbel um Äußerung zu Streuner-Katzen"
vom 10.12.14 Homepage der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA)

"Einschläfer-Vorschlag: Klute tritt aus CDU Friedland aus "
vom 10.12.14 Homepage Göttinger Tageblatt




Keine weiteren finanziellen Zuschüsse für den Tierschutzverein Friedland?!

Die folgenden Kommentare beziehen sich auf folgenden Pressebericht:
"Friedländer Minus wächst weiter" vom 05.12.14 im Göttinger Tageblatt:

Wie überraschend!
Welch Überraschung, dass Herr Klute die Streichung der Zuschüsse des Tierschutzvereins Friedland u.U. e.V. beantragt - hat er doch bereits in aller Öffentlichkeit gefordert, dass freilaufende und in der Natur geborene Katzen eingefangen und getötet werden, um die Kommunen mit der Unterhaltung teurer Tierheime nicht finanziell zu belasten. Immerhin ist er konsequent.
Die Frage ist, wie der Rat damit umgeht, dass sein beratendes Mitglied rechtswidrige Forderungen öffentlich äußert, entsprechend negative Reaktionen von verschiedenen Seiten erhält und dann im Finanzausschuss seinen Missmut durch Streichung von Geldern, die für Kastrationen dieser Tiere eingesetzt werden, zum Ausdruck bringt. Das Töten von Tieren ohne Grund ist schlicht verboten (siehe § 17 Nr. 1 TierSchG ).
Allen Beteiligten sollte klar sein, dass hier persönliche Ressentiments ins Spiel gebracht werden, die eines öffentlichen Ausschusses unwürdig sind.
Gabi von Auwers-Günther


Offener Brief vom Bundesverband Tierschutz e.V. an die Gemeinde Friedland in Niedersachsen:
Sehr geehrter Herr Schustek,
nun muss ich mich doch noch einmal hinsichtlich des Tierschutzes in der Gemeinde Friedland an Sie wenden. Laut Presseberichten vom 5.12.2014 fordert Herr Klute in seiner Funktion als Finanzsprecher der CDU die Einstellung der Zuwendungen an den Tierschutzverein Friedland. Ich hoffe, dass der Rat dieser Empfehlung nicht folgt. Ohne eine finanzielle Unterstützung Seitens der Gemeinde Friedland ist eine effektive Tierschutzarbeit nicht möglich. Sollte es zu einer Einstellung der Unterstützung der Tierschutzarbeit des Tierschutzvereins Friedland kommen, würden zahlreiche Tierschutzprobleme ungelöst bleiben. Die Folgekosten, die sich insbesondere durch die Unterlassung von Kastrationsaktionen ergeben, werden um ein Vielfaches höher liegen, als die jetzigen Unterstützungsleistungen. Es wäre m. E. unverantwortlich, gerade hier zu sparen. Ich bitte den Rat inständig, den populistischen Forderungen von Herrn Klute nicht zu folgen. Bei allem Verständnis zum Sparzwang der Gemeinde sollte der Rotstift nicht dort angesetzt werden, wo es um Mitgeschöpfe geht, die nicht selber für ihre Belange eintreten können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Jörg Styrie
Bundesverband Tierschutz e.V.




Wohin mit den Miezen? - Extra Tip vom 16.11.2014
Das fragen wir uns schon lange.
Dies kommentierte Herr Klute (beratenes Mitglied im Finanzausschuß der Gemeinde Friedland) wie folgt: "...Und wenn man überhaupt das Problem lösen will, sollte man die Tiere fangen und direkt einschläfern...dafür braucht man aber kein teures Tierheim finanziert durch Steuergelder!"
Die gesamten Kommentare sind auf unserer facebook-Seite einsehbar.

Der Bundesverband Tierschutz e.V. hat die Äußerung von Herrn Klute auf seiner facebook-Seite wie folgt kommentiert:

Das Töten freilebender Katzen ist ein Verbrechen gegenüber den Tieren
"Niemand ist für freilaufende in der Natur geborene und nicht vom Menschen großgezogene Katzen verantwortlich...und schon gar nicht Gemeinden mit tiefroten, nur durch massive Gebühren- und Steuerhöhungen sowie Streichung freiwilliger Leistungen (Zuschüsse für Vereine, Kinderbezreuung etc.), Personalkosteneinsparungen usw. auszugleichende Haushalte! Und wenn man überhaupt das Problem lösen will, sollte man die Tiere fangen und direkt einschläfern...dafür braucht man aber kein teures Tierheim finanziert durch Steuergelder!"
Stefan Klutes Kommentar auf der facebook-Seite vom Tierschutzverein Friedland u.U. e.V. zum Artikel "Wohin mit den Miezen" vom 16.11.14 im Extra Tip.

Das Töten freilebender Katzen ist ein Verbrechen gegenüber den Tieren

Mit seiner Aussage, freilebende Katzen einzufangen und einschläfern zu lassen, um so die Kosten für die Betreuung der Tiere in Tierheimen zu sparen, fordert Stefan Klute unverhohlen zu einer Straftat auf. Auch ihm sollte als scheinbar politisch interessierten Bürger bekannt sein, dass der Tierschutz bereits vor mehr als 10 Jahren zum Staatsziel erklärt worden ist. Der Gesetzgeber hat damit deutlich gemacht, dass der Staat und somit alle Bürger auch für die Schutzbedürftigkeit der Tiere Verantwortung tragen. Hierrüber besteht gesellschaftlicher Konsens. Zudem verbietet das Tierschutzgesetz das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund. Sich eines menschengemachten Problems dadurch zu entledigen, die Tiere zu töten, ist auch keinesfalls durch das Tierschutzgesetz gedeckt. Im Gegenteil! Es handelt sich um eine Straftat, die mit bis zu 3 Jahren Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Herr Klute wird vermutlich keinen Tierarzt finden, der eine Katze einschläfert, nur um für die Kommune Kosten zu sparen. Er wird also schon selber handanlegen müssen. Dann bitte so populistisch und vor laufender Kamera, wie er auch sonst seine Meinung vertritt. Innere Einkehrt in einer Zelle soll ja so manchen Irrläufer geläutert haben.

Von der facebook-Seite vom Bundesverband Tierschutz e.V.